Lesestoff

Schreiben bedeutet für mich, zu sehen, zu fühlen und zu verstehen 
und dies für andere sicht- und spürbar zu machen.

Überzeugen Sie sich selbst – alle Titel sind im Buchhandel sowie über mich zu beziehen.
(alle Texte sind urheberrechtlich geschützt – Petra Wagner©)

Ganz gleich, ob wir auf stille, zurückhaltende Grazie stoßen oder auf die enorme Wucht unvergänglicher Schönheit treffen – unser Ansinnen war es, dem Betrachter beides näher zu bringen; ihm dabei Blickwinkel zu ermöglichen, die die Region in einem anderen – unserem – Licht erscheinen lassen. Was, gemessen am Überfluss von kunsthistorischen Schätzen und einmaligen Naturdenkmälern, stets nur ein Streifzug sein kann – ein Streifzug allerdings, der uns durch eine der schönsten Regionen des deutschsprachigen Raums führt.

Eine kulinarische Entdeckungsreise durch den Chiemgau

«Vor allem aber lebt das Gotteshaus von der unbeschreiblichen Ausdruckskraft des Gnadenbildes ‚Maria Stern‘ in der Mittel des Hochaltars, das die Gottesmutter beseelt und demutsvoll zu Boden blickend und das Jesukind als Fatschenkind dargestellt zeigt. Dessen kindlich weicher Blick strömt eine tiefe Weisheit und Güte aus; seine huldvoll ausgebreiteten Hände scheinen den Betrachter sogleich in seine Obhut zu nehmen.»

00 KE Chiemgau bigSeit jeher ist das kirchliche Leben eng mit der Wirtshaustradition verknüpft – wird nach Taufe, Hochzeit oder Begräbnis zur stärkenden Einkehr ins nahe Wirtshaus geladen. Diesem Ansatz folgend, führen wir unsere Leser nicht nur auf eine Entdeckungsreise zu den kulinarischen Genüssen der Region – und damit zu den empfehlenswertesten Gasthäusern im Chiemgau – sondern auch zu kunsthistorischen Schmuckstücken, die rund um diese Wirtshäuser zu finden sind. Unser Augenmerk fällt dabei vor allem auf kleine Wallfahrtskirchen und -kapellen, die etwas abseits des Weges liegen oder die ihre wahre Pracht nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen geben. … Möge der Gast wie auch der Einheimische auf diesem sehr persönlichen Streifzug durch den Chiemgau das eine oder andere Kleinod auch für sich entdecken.

Nur wenige Fahrminuten entfernt findet sich ein weiteres sakrales Juwel. Die bezaubernde kleine Wallfahrtskapelle „Zur Schmerzhaften Muttergottes“, exponiert auf 650 Metern Höhe über Söllhuben im Schatten einer Linde gelegen, bietet einen prächtigen Panoramablick übers Rosenheimer Land, zum Simssee und zu den Chiemgauer Alpen, weshalb sie auch kurz „Aussichtskapelle“ genannt wird. … Die Bank unter der mächtigen Linde fordert den Besucher gerade auf, in Anbetracht der sich ihm bietenden Szenerie mit Gedenken an die schicksalhafte Historie innezuhalten und ehrfürchtig den Blick übers Land sowie gen Himmel schweifen zu lassen. …


Bestes Handwerk im Chiemgau

«Dabei waren es immer die Handwerker, die solch meisterliche Kunstwerke schufen. Die ihr Wissen innerhalb ihrer Zünfte weitergaben, um es zu bewahren und fortzuführen. Sie waren es, die sich hingebungsvoll ihrer Aufgabe widmeten, um mit ihren Arbeiten formvollendete Meisterstücke zu schaffen – die seit Jahrhunderten vom Können ihrer Kunstfertigkeit zollen.»

bh chiemgau buch coverNach wie vor huldigen die Chiemgauer ihre Heiligen mit festlichen  Prozessionen und mti seit Jahrhunderten zelebrierten Umritten; würdigen sie elementare Ereignisse im Leben wie die Hochzeit oder den Hausbau, indem sie sie mit überlieferten Sitten oder Kultspielen wie dem Braut- oder Firstbaumstehlen ehren – und halten damit altes Brauchtum lebendig. … Die aufwendig verzierten Klosterarbeiten stellen mit Sicherheit eine der kostbarsten Kunstfertigkeiten der Region dar, die in ihrem Liebreiz und ihrer prunk- wie demutsvollen Pracht zugleich faszinieren.  … Im Zentrum steht dabei eine Wachsfigur, eine Andachtsbild oder eine Schnitzarbeit mit reliösem Hintergrund, die mit prachtvollen Stoffen aus Samt, Seide, Brokat oder Parament, edlen Spitzen, gläneznden Edelsteinen sowie selbst gedrehten und gewickelten Gold- oder Silberfäden, die zu eigens gefertigten Blumen, Rosetten oder Ranken werden, aufwendigst verziert sind. … Dabei wird jedes Einzelteil von Hand gefertigt oder genäht; nichts darf geklebt werden. Zudem steckt viel Symbolik in all den vielfältigen Details. …

Die Tracht besitzt in Oberbayern einen ganz besonderen Stellenwert und ist deutlich mehr als nur ein schmuckes Kleidungsstück. Mit ihr drücken Männer wie Frauen ihre Herkunft, ihre Zugehörigkeit sowie ihren Stand aus; dabei besitzt jede Region ihre Besonderheiten – sei es der Sitz des Wadenstrumpfes, die Hutform oder das Material der Knöpfe. … Je üppiger die Trachtgewänder und Hüte dabei verziert waren, umso höher der Status und Wohlstand. Aber auch für heiratswillige Burschen und Madln gab es eindeutige Erkennungszeichen, die noch immer eingehalten werden. …

Das Fest der Feste ist und bleibt die Hochzeit. … Damit die Feier würdevoll verläuft, sorgt in Bayern und Österreich traditionell der Hochzeitslader. Er steht den Brautleuten von Anfang an zur Seite; zudem hilft er ihnen bei der Beachtung aller traditionellen Bräuche. Dabei agiert er nicht nur im Hintergrund, sondern führt die Gesellschaft gewitzt und charmant – einem Conférencier oder Zeremonienmeister gleich – durch das Fest. Prägnantes Erkennungsmerkmal ist neben seiner Tracht der Hochzeitsladerstecken: ein Stock aus Rosenholz, der mit Bändern in Rot für die Liebe, Blau für die Treue, Weiß für die Jungfräulichkeit, Grün für die Hoffnung sowie Gelb für die Eifersucht geschmückt ist. … Gegen Mitternacht ist das Fest zu Ende und die Gesellschaft geleitet das Paar geruhsam nach Hause – angeführt von der leise spielenden Musi, gefolgt von den Gästen, die mit leuchtenden Kerzen das funkelnde Schlusslicht bilden.


 Trends und Lifestyle Chiemgau

«Das faszinierende Zusammenspiel der Chiemgauer Alpen mit dem Chiemsee lässt ein stetig wechselndes Szenario entstehen, das mit Licht und Schatten, Wind und Wolken sowie Sturm und Wellen spielt und dabei stets gewaltige und von Wuc«ht geprägte sowie auch stille und besinnliche Momente entstehen lässt …»

trends und lifestyle chiemgauDem Chiemgau haftet seit jeher etwas Inspirierendes, ja beinahe „Magisches“ an – das von der einzigartigen landschaftlichen Anmut der Region ausgeht, die neben der traumhaften Kulisse des Chiemsees mit seinen umrahmenden Bergen auch mit sanften Hügeln, blühenden Wiesen und plätschernden Gebirgsbächen reich bestückt ist. Das faszinierende Zusammenspiel der Chiemgauer Alpen mit dem Chiemsee lässt ein stetig wechselndes Szenario entstehen, das mit Licht und Schatten, Wind und Wolken sowie Sturm und Wellen spielt und dabei stets gewaltige und von Wucht geprägte sowie auch stille und besinnliche Momente entstehen lässt: Mal sind die Berge zum Greifen nah, dann wieder von Wolken und Nebel gespenstisch umhüllt; mal ruht der See in friedlicher Idylle, dann wieder spült er wild tobend und aufgewühlt seine Wellen ans Land – alles Augenblicke, die nicht nur Künstler und Intellektuelle inspirierten, sondern auch die prominenten wie einheimischen Gäste stets aufs Neue in ihren Bann ziehen.

Ungeachtet dessen entdeckt man auf diesem kleinen beschaulichen Fleckchen Erde eine ungewöhnliche wie grandiose Ansammlung von Besonderheiten, die gegensätzlicher nicht sein könnten. So liegt die Herreninsel mit ihrem einzigartigen, von König Ludwig II. erbauten pompösen Schloss Herrenchiemsee gleich neben der von Stille und Besinnung geprägten Fraueninsel. Die Weite des Chiemsees findet ihren schützenden Halt in den imposanten Bergen der Chiemgauer Alpen. Die Ufer des Sees präsentieren sich mal romantisch, von Schilf gerahmt, dann wieder mit großzügigen Kies- und Sandstränden, von denen aus sensationelle Sonnenuntergänge zu bestaunen sind. Als Wahrzeichen hat sich der Chiemgau einen Campanile auserkoren, der von einem Zwiebeldach gekrönt wird; als Schutzheilige eine seliggesprochene Königstochter, die im ersten Jahrtausend als Nonne und später als Äbtissin von Frauenwörth für ihre Güte gerühmt wurde. Sie wird bis heute verehrt und von zahlreichen Besuchern als heilige Fürsprecherin um Hilfe gebeten.


Trends und Lifestyle in Salzburg

»In einer Stadt, in der sich die Häuser eng um den Festungsberg drängen – aneinanderreiht, gleich Perlen auf der Schnur, die im Markt der Eitelkeiten um die Wette glänzen – blicken wir auf die Orte der Veränderung, in der sich die Lebendigkeit von Salzburg offenbart. Entdecken wir eine Stadt, die es zwar gewohnt ist, sich stets neu zu inszenieren, die sich nun aber von dem in Jahrhunderten angesammelten Staub befreit, sich damit neu interpretiert und gerade so ihre Einzigartigkeit bewahrt …«

salzburg buchcover kMythos Salzburg – worin begründet sich der Zauber dieser Stadt, der jährlich Hunderttausende aus aller Welt in die engen mittelalterlichen Gassen und von barocker Pracht gezierten Gebäuden zieht? Ihn wollen wir ergründen, suchen, was diese Stadt so besonders macht. Und da eine Stadt immer durch ihre Menschen lebt, durch deren Ideen, Fantasien, Energien und Kreationen, spüren wir jenen nach – den Salzburgern – die Visionen haben und den Mut sie umzusetzen; die Neues entstehen lassen, ohne gänzlich auf Bewährtes oder Traditionelles zu verzichten; – kurzum, die die altehrwürdige Historie mit dem Zeitgeist vereinen, wozu sie kaum eine geeigneter Bühne hätten finden können als das geschichtsträchtige Salzburg. Die Stadt trägt einen gewissen Widerspruch bereits seit Jahrhunderten in sich. So vermischen sich hier Baustile, die eigentlich nicht zusammengehören und regierten ihre Herrscher, die Erzbischöfe, weltlich wie kirchlich; sie entfernten sich dabei nicht nur in der Architektur von der üblichen kirchlichen Strenge, sondern bevorzugten auch im täglichen Leben eher die Leichtigkeit des Seins. Das Umgestalten der Stadt – von der mittelalterlichen zur barocken Fürstenstadt italienischer Prägung – setzen die heutigen Visionäre fort, in dem sie – ganz in der historischen Tradition – dem barocken Salzburg eine weitere, vermeintlich nicht passende Komponente hinzufügen – einen modernen Purismus und zeitgenössischen Minimalismus.

Viele Salzburger lassen sich auf ihren Reisen und Auslandsaufenthalten inspirieren, verknüpfen diese Eindrücke mit ihren Wurzeln und bewahren die angestammte Tradition mittels einer zeitgemäßen Haube. So ist es faszinierend und verblüffend zugleich, was sich hinter den schmucken Barock-Fassaden offenbart. So atmen wir beim Gang durch die Jahrhundertealten Durchhäuser den Hauch der Historie und erblicken dabei den Geist der Moderne – die sich hier zu einer einzigartigen Salzburger Melange vereinen, die dem Betrachter einen vollkommenen Genuss beschert: In der die Kreuzgewölbe den stimmigen Rahmen für modische Accessoires bilden und sich trendige Shops sowie Sterne-Restaurants dem Schutz der Konglomeratwände des Mönchsbergs hingeben; bei der sich zur traditionellen Volksmusik Klänge aus aller der Welt gesellen und in der sich ein internationales Publikum nicht nur zur Festspielzeit einfinden, sondern Köche aus aller Welt das ganze Jahr über zu Tisch bitten.

In einer Stadt, in der sich die Häuser eng um den Festungsberg drängen, aneinanderreiht, gleich Perlen auf der Schnur, die im Markt der Eitelkeiten um die Wette glänzen, blicken wir auf die Orte der Veränderung, in der sich die Lebendigkeit von Salzburg offenbart. Entdecken wir eine Stadt, die es zwar gewohnt ist, sich stets neu zu inszenieren, die sich nun aber von dem in Jahrhunderten angesammelten Staub befreit, sich damit neu interpretiert und gerade so ihre Einzigartigkeit bewahrt – und damit letztlich wieder ganz in der Tradition ihrer innovativen Stadtväter steht.


Eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Berchtesgadener Land und den Rupertiwinkel

»Im Berchtesgadener Land kann sich der Gast an den bezaubernden wie auch imposanten Naturschönheiten berauschen, aber auch vom Mut und Ideenreichtum der Hiesigen beflügeln lassen, die ihr Schicksal stets in die Hand nahmen und aus ihrer Not eine Tugend machten. So begegnet uns eine eigene Welt, in der Bräuche und Traditionen noch immer Bestandteil des täglichen Lebens sind. Stolz sind die Berchtesgadener auf …«

berchtesgaden buchcover… Diesem Gedanke folgend kann sich der Gast im Berchtesgadener Land zum einen an den bezaubernden wie auch imposanten Naturschönheiten berauschen, aber auch vom Mut und Ideenreichtum der Hiesigen beflügeln lassen, die ihr Schicksal stets in die Hand nahmen und aus ihrer Not eine Tugend machten. Gerade den von Bergen umschlossenen Berchtesgadenern gelang es in bester Weise, sich auf ihre eigenen Werte zu konzentrieren; sich dabei zwar ein wenig abzuschotten, was für ihr Überleben aber unumgänglich war. So begegnet uns eine eigene Welt, in der Bräuche und Traditionen noch immer Bestandteil des täglichen Lebens sind. Stolz sind die Berchtesgadener auf ihre Berge und Seen – auf die Natur, die sie einst bedrohte, ihnen aber auch die Lebensgrundlage bot. Sie präsentiert sich im Berchtesgadener Land mit überwältigender Kulisse und liefert mit dem gewaltigen Watzmann und dem ihm zu Füßen liegenden Königssee gleich zwei der bedeutendsten Naturschönheiten Deutschlands. Ein ständiges Auf und Ab der Wege und Straßen im Berchtesgadener sowie Ramsauer Tal bieten dem Betrachter stets neue, faszinierende Ansichten; das gurgelnde Glucksen der idyllischen Gebirgsbäche geleitet uns von einer Attraktion zur nächsten, mit denen die Region im Übermaß gesegnet ist. Allerorten finden sich anmutige Wallfahrtskapellen, die auf die Rechtschaffenheit und Gläubigkeit der Bevölkerung verweisen. Der üppige Waldreichtum verschaffte den Menschen nicht nur ehemals eine sichere Überlebensgrundlage, sondern bietet mit bestem Wildbret den heutigen Küchenchefs eine ebenso solide Basis für köstliche Speisen in urigen Wirtshäusern wie feinen Restaurants.

Die Geschichte der Region ist stark vom Salz, seiner Gewinnung sowie dem Handel geprägt. Das kostbare Gut sorgte dafür, dass die einst unwirtliche Gegend auch von den Mächtigen umkämpft wurde. Zum Zankapfel unterschiedlicher wirtschaftlicher Interessen geworden, wechselte die Zugehörigkeit der Region mal nach Salzburg, mal nach Bayern. Was wir auf unserer Reise insofern nachempfinden, indem auch wir ab und an die heutigen Staatsgrenzen überqueren. Dabei stoßen wir mit der einzigen Salzburger Winzerin auf vermeintlich Kurioses, mit dem Halleiner Kelten- sowie dem Stille-Nacht-Museum auf real Historisches und mit der österreichischen Kaffeehaus- und Destillierkultur auf bodenständig Authentisches. Der Untersberg gilt seit jeder als der sagenumwobene Berg, mystisch und unheimlich zugleich soll er eine Vielzahl seiner Gipfelstürmer „verschluckt“ haben. Und im eleganten Staatsbad Bad Reichenhall geben sich Historie und Gegenwart ein gelungenes Stelldichein. Seine kulturellen Glanzpunkte mit Klassikfestival und Kammerkonzerten schätzt der den Zeitgeist liebende sowie der nostalgische Gast gleichermaßen.

Der sanfte hügelige Rupertiwinkel mit seinen stillen Winkeln und Seen bildet einen schönen Kontrast zum wuchtigen rauen Berchtesgadener Tal. Hier begegnen uns Künstler, die mit ihren Farben begeistern oder ihrem Schalk verblüffen. Ein Kleinod finden wir mit dem mittelalterlichen Laufen, das schüchtern mit seinen Reizen kokettiert.


Eine kulinarische Entdeckungsreise durch den Chiemgau

»Im Chiemgau trifft man auf Jahrhunderte alte Bäume und Gebäude, die einem – wie man meint – den Hauch der Historie mit all ihren Geschichten und Schicksalen mit jeder Brise um die Nase wehen; frisch gewaschen von Wind und Wetter. Doch wie die ungestümen Jahreszeiten und Naturgewalten über die Region hinwegfegen, voller Härte und Schönheit zugleich, und der See nach dem Sturm stiller und friedlicher als zuvor erscheint – so wird der Chiemgau mit jedem Tag ein bisschen schöner …«

chiemgau buch k1Der Chiemgau ist eine Region, in der sich Tradition und Moderne in herrlicher Eintracht verbinden, in der sich auf engstem Raum faszinierende Naturschönheiten, kulturelle Sehenswürdigkeiten und kulinarische Perlen aneinanderreihen. Allen voran der Chiemsee, das Bayrische Meer – zweitgrößter See Deutschlands. Sein fast schon mystischer Zauber entsteht durch das harmonische Zusammenspiel mit seinem Umland. Die steilen Berggipfel der Chiemgauer Alpen mit der Kampenwand, dem Hochfelln, dem Hochgern sowie dem Geigelstein dienen ihm als attraktive Kulisse. Eingebettet liegt er zwischen den Landkreisen Traunstein und Rosenheim. Traunstein, die sympathische Stadt, die stilsicher ihr Brauchtum pflegt und sich doch zeitgemäß präsentiert. Rosenheim, die lebendige Stadt mit den hübschen Patrizierhäusern, Arkadengängen und Rokoko-Stuckfassaden, deren umtriebiges Straßenleben italienisch anmutet. Im Nordwesten wartet das mittelalterliche Städtchen Wasserburg, umzogen vom Inn, mit seinen versteckten Gassen und farbigen Häusern auf. Im Süden begrenzt das gewaltige Kaisergebirge Österreichs die Region, zu dessen Füßen das berühmte Reit im Winkl liegt: Bei der Fahrt im romantischen Pferdeschlitten, auf Langlaufskiern oder beim gemütlichen Spaziergang durch die schneesichere Hochebene werden Winterträume wahr. Im Sommer auf den sonnigen Almen mit dem grandiosen Blick in die Welt der Loferer Steinberge kann sich der Geist frei entfalten. Ganz in der Nähe liegen die Sportzentren Ruhpolding, bekannt für seine Biathleten sowie Inzell, dessen Eisschnellläufer internationalen Ruhm erzielen.

Die Kreativität und Offenheit, die einem überall begegnet, verblüfft zunächst. Bei näherer Betrachtung spürt man eine Energie, die vom See und von den Bergen ausgeht und den hier lebenden oder verweilenden Menschen Kraft spendet, sie inspiriert. Schon immer zog es Künstler in den Chiemgau, die vom Schauspiel der Natur gefangen waren – die sich dem Spiel der Wellen hingaben, sich von den Farben faszinieren ließen. Ihre zeitgenössischen Kunstwerke wetteifern mit den kunsthistorischen Schätzen der Chiemgauer Kirchen und Klöster um die Gunst des Betrachters: Ganz gleich, ob sich die Meisterwerke in ehrwürdigem Rahmen zeigen, sich im See spiegeln oder hoch auf dem Gipfel posieren – sie alle repräsentieren eine Region, in der alle Sinne ihre Erfüllung finden. Zu den Maler, Dichtern und Bildhauern gesellen sich kreative Feingeister, die ihre Künste am Herd ausleben. Dass sie dabei aus dem Vollen schöpfen können, liegt auf der Hand: Der See liefert fangfrischen Fisch, das angrenzende Berg- und Waldgebiet Köstliches aus der Jagd, die mineralhaltigen Quellwasser bieten die beste Basis für edle Brände, Biere und Mineralwässer. Die bayerische Küche – selbst Garant für höchste Esskultur – paart sich im Chiemgau in idealer Weise mit Einflüssen des nahen Österreichs sowie Italiens und bringt Gaumenfreuden der besonderen Art hervor. Allerorten lädt ein uriges Wirtshaus ein, verführt die gehobene Gastronomie zur gediegenen Einkehr – idyllisch am See, in der rauen Welt der Berge oder versteckt in einer kleinen Seitengasse. Bauernhäuser wurden zu Gasthäusern, später zu Wirtshäusern. Da, wo einst die Kühe ihre Heimstatt hatten, fühlen sich heute in den gemütlich umgebauten Gaststuben die Genießer wohl und bestaunen die böhmischen Gewölbe, die früher den Tieren in den langen, harten Wintern die behagliche Wärme sicherten. Die Bayern lieben ihr Land und ihre Tradition, auch wenn manches Althergebrachte neu interpretiert wurde. Das Dirndl hat nach wie Hochsaison und so manches G´wand kommt hochmodern daher. Und zur Gaudi von allen lassen es die gestandenen Mannsbilder beim Goaßlschnalzen so richtig knallen.

Im Chiemgau trifft man auf Jahrhunderte alte Bäume und Gebäude, die einem – wie man meint – den Hauch der Historie mit all ihren Geschichten und Schicksalen mit jeder Brise um die Nase wehen; frisch gewaschen von Wind und Wetter. Doch wie die ungestümen Jahreszeiten und Naturgewalten über die Region hinwegfegen, voller Härte und Schönheit zugleich, und der See nach dem Sturm stiller und friedlicher als zuvor erscheint – so wird der Chiemgau mit jedem Tag ein bisschen schöner.


Eine kulinarische Weinreise durch Württemberg

»Um gute Weine zu machen, braucht es Winzer, die sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, die von einer persönlichen Leidenschaft beseelt sind und in denen eine Innovationslust pulsiert, die sie vorantreibt. Wir stellen Ihnen einige davon vor, lernen Sie sie kennen …«

weinreise buchcoverWürttemberg ist aus seinem Schattendasein in Sachen Wein getreten. Früher tranken vor allem schwäbische Kenner oder die, die sich dafür hielten, den hiesigen Wein, der anderenorts oft nur als „vergorener Traubensaft“ belächelt wurde. Doch mittlerweile ist der Wein auch außerhalb der Spätzlesgrenzen anerkannt und gewinnt weiter an Ansehen. Ein Ruck ging durch die schwäbische Weinwelt, doch was gab den Ausschlag? Welche Winzerpersönlichkeiten stecken hinter dem Wandel und was treibt diese Menschen an. Was bewegt die, die sich von den Schatten der Tradition befreiten und sich dabei gerade an den alten Weinbaumethoden orientieren, in moderner Ausführung versteht sich.

Wir haben nachgeschaut und nachgefragt. Herausgekommen ist ein Porträt von Menschen, die mit Herzblut und Verstand bei ihrem Beruf sind, der eigentlich eine Berufung ist. Die die Natur lieben, schätzen und sie vor allem respektieren. Sie zeichnen sich aus durch Eigensinn, Erfolgswille, den Glauben an sich und ihre Überzeugung, auch oder gerade gegen alle Widerstände und Kritiken. Die Durchhaltevermögen besitzen, die sich nicht beirren lassen. Der Erfolg gibt ihnen Recht und macht auch uns stolz, dass man als Württemberger sich nun auch in der Weinwelt sehen – und natürlich vor allem schmecken – lassen kann. Jeder Winzer ist in seiner individuellen Art auf der Suche nach seinem „perfekten“ Wein. Gemeinsam ist allen die große Nähe zur Natur. Sie betrachten ihr „Produkt“ als etwas Lebendiges, das man behutsam anfassen und pfleglich behandeln muss. Nur im Einklang und in Harmonie mit der Natur entstehen große Weine. Das Umdenken zog vielerorts einen Wechsel der angebauten Rebsorten, der Ausbauarten (Holzfass) und der Vermarktung nach sich. Viele begannen mit einem so genannten landwirtschaftlichen „Gemischtwarenladen“ und konzentrierten sich erst nach und nach voll auf das Weinmachen. Oftmals waren die Großväter die Gründer der Genossenschaften, heute wollen die Jungen ihren Weg selber gehen. Die Väter schafften die Holzfässer noch aus den Kellern, wo sie die Jungen heute wieder runter tragen. Zunächst mussten aber noch bürokratische Hürden überwunden werden, denn beispielsweise der Einsatz vom Holzfass oder Barrique-Fass beim Weinausbau galt nach württembergischem Recht als nicht gebietstypisch und durfte demgemäß nicht als Qualitätswein, sondern musste als Tafelwein bezeichnet werden. Um gute Weine zu machen, braucht es Winzer, die sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, die von einer persönlichen Leidenschaft beseelt sind und in denen eine Innovationslust pulsiert, die sie vorantreibt. Wir stellen Ihnen einige davon vor, lernen Sie sie kennen.

Schwäbische Kochkunst – schlicht gehoben oder gehoben einfach

Ebenso wie im Weinberg reduziert wurde, konzentrierten sich die schwäbischen Köche aufs Wesentliche. Die Anzahl der angebotenen Gerichte auf den schwäbischen Speisekarten verringerte sich, doch dafür stieg die Qualität in der Küche. Gekocht wird frisch. Wie die Franzosen essen die Schwaben zwar liebend gerne Innereien – Saure Nierle oder Kutteln – und deftiges wie Schlachtplatten mit Sauerkraut. Zu den schwäbischen Dauerbrennern Rostbraten und Maultaschen, die in einem württembergischen Gasthaus einfach nicht fehlen dürfen, gesellten sich aber in den letzten Jahren zunehmend auch Einflüsse der mediterranen Küche bis hin zu asiatischen Trends. Die neue Küche in Württemberg ist klassisch inspiriert und jung interpretiert. Dabei führt die Gunst der Köche wie auch die der Gäste eine neue Einfachheit und Natürlichkeit an – schlicht gehoben oder gehoben einfach – steht das Produkt, dessen Qualität, Frische und Aroma im Vordergrund. Landgasthäuser, die hierzu den entsprechenden Rahmen und das Ambiente bieten, stehen in der Beliebtheitsskala weit oben. Sie schaffen eine ungezwungene Gemütlichkeit, vermitteln eine zeitgemäße Tradition, der auch ein Hauch Moderne innewohnt. Sterneköche tauchen hierhin ab, manch ein Wirt predigt in solch einem Haus und etliche Gastronomen wollen ein zweites Zuhause schaffen, den Gast mit ihren Ideenreichtum verblüffen und ihn schlichtweg glücklich machen.

So wie die Spätzle aber nie von der Pasta ersetzt werden – die Maultaschen gelten hierzulande eh´ als die ersten Ravioli: „gfüllte Nudle“ eben – bleibt auch das schwäbische Understatement erhalten. Es zeigt sich auch in der Bewertung des Genusses: Wenn ein Schwabe etwas für gut befindet, so zollt er diesen Umstand Respekt mit: „Man hat´s esse kenne!“ War es wirklich hervorragend, so lautet sein Urteil: „s´war net schlecht!“ Und das höchste Lob, das ein Schwabe hervorbringt, ist: „s´war recht!

In diesem Sinne: Schlemmen Sie auf schwäbisch und genießen Sie unsere württembergischen Gaumenfreuden nicht nur im Geiste, sondern lassen Sie sie sich im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen.

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